KTL-Beschichtungsverfahren

ktl-reisinger-nittenauBei der kathodischen Tauchlackierung handelt es sich um ein elektrochemisches Beschichtungsverfahren. Das zu beschichtende Werkstück wird negativ geladen um dadurch positiv geladene Lackteilchen als gleichmäßigen Film auf der Oberfläche anzuziehen.

Die wassergelösten Epoxidharze werden mittels Gleichspannung aufgebracht. Aufgrund der Verwendung von umgekehrten Polaritäten reduziert sich bei diesem Vorgang die Menge an Eisenionen, die in den Lackfilm wandern, erheblich. Außerdem haften die Lackpartikel außerordentlich stark am Metallsubstrat und können auch in kleinste Verwinkelungen vordringen.

Die Vorbehandlung besteht aus einer alkalischen Entfettung im Tauchverfahren und einer Zinkphosphatierung.

Die Schichtdicke richtet sich nach Kundenwunsch.

Nach dem Lackauftrag im eigentlichen KTL-Becken werden die Teile in drei separaten Ultrafiltrat-Spülen nachgespült.

Im letzten Schritt wird der Lack bei einer Umlufttemperatur von 180-200° Celsius zu einer feinen, homogenen, geschlossenen organischen Schicht eingebrannt.